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21
Aug
09

FUCKPONY “Let The Love Flow” (BPC204)

Cover

Jay Haze, Homme Fatale, Madman, begnadeter Composer, sowie Besitzer und
Verwalter unzähliger Labels, Projekte und Pseudonyme, hat es wieder getan. Der
Sprung ü’9fbern eigenen Schatten.

Den Schritt, den niemand erwartet hätte… Immer
noch recht frisch in der BPITCH Familie, längst jedoch ein alter Hase im Geschäft,
präsentiert er nun unter seinem poppigen Alter Ego FUCKPONY einen mächtigen
Longplayer, der es auf nicht weniger abgesehen hat, als die Weltherrschaft. Klar,
House ist eh King, aber gerade wenn – wie dieser Tage – an jeder Ecke einer lehnt,
der von sich behauptet, sein Name sei Jack, lernt das geübte Ohr wieder nuancierter
zu unterscheiden und die Spreu vom Weizen zu trennen.
Mit dem Erbe von House amerikanischer Prägung kennt sich schließlich kaum jemand
so gut aus wie Mr. Haze. Für diesen Knaben konnte es trotz allen Traditionsbewusstseins
nie allein darum gehen, Altbekanntes zu reproduzieren. Sein Prinzip war stets – und
das zieht sich tatsächlich als roter Faden durch die Mannigfaltigkeit seiner Projekte
– die Überschreitung des Gegebenen. Futurism als konzeptuelle Grundlage und
Chicago als Grammatik, aber eben immer eine Spur spezieller als das, was derzeit
unter diesem Begriff wieder aufgewärmt wird.

Und was Jay als FUCKPONY eben auch schon immer auszeichnete, ist die Öffnung
hin zu dem, was man gemeinhin und aus der Entfernung als Pop bezeichnen möchte.
Pop im besten Sinne allerdings. Pop als Abstraktion einer Zugänglichkeit, die einem
zwar sachte über die Wange streicht, dabei jedoch über Stoppeln kratzt. Der leicht
versetzte, perfekt nach vorn schiebende Offbeat im Titeltrack „Let The Love Flow“
wäre so ein Fall. Eckiger, kantiger Pop, an dessen rauer Oberfläche man sich ein
Streichholz anzünden kann, weil ihm so viel Soul in den Rücken drückt, dass er einem
fast vornüber auf die Tanzfläche zu fallen droht. Aber eben nur fast, denn ein reines
Dancealbum ist es nicht wirklich geworden, jedenfalls nicht ganz und gar. Stattdessen
mäandert Haze in einem eigentümlichen Reich der Mitte zwischen den gleißenden
Blitzen von Samstagnacht (wenn ein Track schon „Orgasm On The Dancefloor On
A Saturday Night“ heißt) und dem bleichen Tageslicht eines Sonntagmorgen, wenn
das Erlebte den Rücken nach unten vibriert, während die Bassdrum immer leiser
nachhallt („A Pill’s Medley“). Eine Afterhour für Verliebte quasi, nur dass hier auf
die Süße kein fahler Geschmack nach Club auf der Zunge folgt. Hier bleibt alles
positiv: Trotz Höhenflug landet FUCKPONY die Kiste weicher denn je in Housetracks
der eher emotionalen Art, unter denen trotz aller Grazie eine ungemein tighte
Bassdrum kickt. Eine Sammlung kleiner Epen, die sich trotz aller Catchyness keine
Sekunde flach oder cheesy gebären. Aber kann es in diesen zynischen Zeiten nicht
auch mal möglich sein, aufrichtig Gefühle zu kommunizieren, ohne dass gleich alles
mit einer relativierenden Geste abgeschwächt wird? Also wirklich…

So heißt das gute Stück im Ganzen dann auch„Let The Love Flow“ und selbst die
Einzeltitel fügen sich in diesen Tenor, so dass sich jedes weitere erklärende Supplement
erübrigt. Denn, ja, so gefühlvoll und zart, wie einem das hier vorkommen mag, klingt
das dann auch tatsächlich und es scheint fast, als habe Jay Haze hier auf BPitch nun
auch seine feminine Seite entdeckt. House mit Herz nennt man das… Dabei ist das
gesamte Album gänzlich ohne Loops und Samples aus seiner eigenen Hände Arbeit
entstanden. Die Bläser, die Drums und natürlich das durchgehend dominierende Piano
– alle Ideen entsprangen dem mindestens so genialen wie wahnsinnigen Geiste des
Meisters und tragen trotz der ästhetischen Neuorientierung noch immer dessen unverkennbare Handschrift. Einzig und allein die weiblichen Vocals in „Fall Into Me“

und „I Know It Happened“ hat er nicht selbst eingesungen, dafür gab es ja schließlich
Laila Tov oder Chela Simone. Letztere lieh ihre Stimme ja bereits Kiki’s „Good Voodoo“
und sorgt auch hier auf den zwei Stücken für ein genreberstendes Soulmoment, das
einem vom ersten Moment an die Armhärchen aufstellt.

Ja, eine runde Sache ist es geworden, FUCKPONY’s Longplayer für verliebte Raver
und verravte Liebende, die sich auch noch nach der Peaktime gerne haben. Ein in
sich geschlossenes Album mit mächtigen Melodiebögen, großen Dramaturgien und
einem Understatement von House, das sich in Traditionen einzubetten versteht, um
sich in der gleichen Bewegung von diesen abzuheben. Zehn Tracks, jeweils einzigartig
und selbstgenügsam für sich stehend, beleuchten eine Seite an Jay Haze, die ihn fast
schon in den Stand eines favorisierten Schwiegersohnes hebt. Zehn Tracks,
zusammengehalten durch die Liebe zur Musik, die Liebe zu House, zu Berlin, zur
Party, zu euch allen da draußen. In diesem Sinne: Liebet auch ihr! Real love is
forever…

TRACKLISTING:
01. R U Feeling Abroad 6:22
02. I´m Burning Inside 9:14
03. I Know It Happened (feat. Chela Simone) 6:25
04. Real Love Is Forever 6:16
05. Orgasm On The Dancefloor Saturday Night 6:33
06. Fall Into Me (feat. Chela Simone And Laila Tov) 5:12
07. A Pills Medley 6:32
08. You Can´t Touch But Feel Free To Look 6:35
09. Always Sunday 5:33
10. Let The Love Flow 3:25

WWW.BPITCHCONTROL.DE

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06
Aug
09

Cecile ist 27. Release von Noobish Records und kommt inklusive Supreme Sluts Remix

Electroholix Cecile Cover

Noobish Records ist eine hyperaktive Talentschmiede. Seit dem ersten Release des luxemburgischen House-Labels im März 2009 geht es Schlag auf Schlag.

Die neueste Single aus dem Hause Noobish stammt vom durchgeknallten Duo Electroholix. Das Stück heißt „Cecile“ und ist seit Anfang August in den Stores. Dabei sorgt besonders der unglaublich treibende Remix der deutschen Überflieger Supreme Sluts für Furore. Kein Wunder, denn mit einer Mischung aus Electro, Trance und House dürfte dieser Remix so ziemlich jeden ansprechen. Einen weitere Version, minimalere und verträumtere liefert der Brite Nick Fisher.

http://www.noobishrecords.com

09
Jun
09

Patrick Zigon mit Digital-VÖ ‚Saida‘ bei Highgrade

Cover

„Konschtanz“ ist jetzt nun nicht unbedingt die bekannteste Hochburg von
elektronischer Musik. Aber auch am schönen Bodensee ist Highgrade fündig geworden.

Der Techno Produzent Patrick Zigon beglückt uns mit dem Highgrade Digital Release 21. Wer verträumte Musik aus der Provinz erwartet, liegt falsch. Schon bei „saida“ plockert es bestimmt und dark aus den Boxen. Obwohl, wenn man genau hin hört, könnte Patrick für diesen Track auch einen wilden Nachtvogel aus Südeutschland gesampelt haben. Ähnlich energetisch geht es bei „franceshina“ weiter. Wohl temperierte Sounds, pulsierende Shaker und spärliche Vocal Samples, die das ganze in schönen weichem Licht erscheinen lassen. Zum Schluss kommt Herr Zigon noch mal etwas verspielter daher. „numismata“ ist ein äußerst gut getakteter und effektiver Nachtsong. Einer, den man schon eher mit dem verträumten Bodensee Image verbinden kann. Trotzdem: provinziell ist was anderes.

label: highgrade digital
artists: Patrick Zigon
title: Saida
cat no: hgd021
release: 13.07.09

DJ feedbacks:
Brothers Vibe: „Numismata“ does it for me – love the groove, deep swing – All good!
Markus Homm: great tech house!!! nice work
Dario Zenker: great release.i love saida and numismata.thanks.
Simon Beeston: Great twisted house. Will play Saida and Numismata for sure.
Martin Eyerer: saida is the one!
Markus Kavka: sehr gut, intelligent produziert, funky, bewegend, coole sounds. wird gespielt!
Axel Bartsch: nice one, like francesinha most but also the housy summer vibe of numismata. will play.
Channel X: Wenn bei Saida der Beat losläuft, bekommt man gleich n breites Grinsen im Gesicht und wird es nicht mehr los. Alle 3 Tracks sind sehr funktional. Super Release!!
Florian Meindl: all three track are good – numismata
is my fav.
Miss Jools: „Francesinha“ for me. Cool ep.
Karotte: schöne tracks vom herrn zigon.
saida ist der Track für mich.
Marco Resmann: „numismata“ for me.
Tom Clark: Nice moody house-tracks.
Mixmag // Ed Karney: Wicked, spacious tech house. I’m loving ‚Saida‘
Jens Bond: great release! my favourite is „francesinha“… „numismata“ will be a bomb on every open air party…!!!
DJ Deep: second track is nice
Benno Blome: very nice dubby atmospheric stuff here!
Paul Hamill // BBC Radio Ulster: excellent release. love the Vontroke stylings of Saida. full support.
Todd Bodine: Great tunes. I will play!
eq-mag.co.uk / Telford: ’numismata‘ is nice, thanks 🙂
Gregor Tresher: another cool release from patrick, quality as always. support!
Mihai Popoviciu: very fat release, i like all tracks, keep it up patrick!

www.highgrade-records.de




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